Matthias Daenschel Trick Film Produktion
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DIE KONFERENZ DER TIERE

Meine Aufgabe:

1 Jahr Arbeit, 24 Minuten Film, 5961 einzelne Bilder. – Manchmal sagen Zahlen mehr als Worte!

Ein Jahr lang habe ich mit 9 Stipendiatinnen und Stipendiaten der Roland-Berger-Stiftung animierte Projektionen für „Die Konferenz der Tiere“ an der Semper-Oper erstellt. An jedem Probenort bauten wir unser mobiles Trickfilmstudio auf und bewegten darin jede einzelne der aus Tonpapier, Seidenpapier und Reis gefertigten Figuren im Legetrickverfahren. – Schritt für Schritt, Bild für Bild.

Dabei war es pädagogisches Konzept, dass die Stipendiatinnen und Stipendiaten so viel wie möglich selbständig übernahmen. Vom Entwurf bis zu den fertigen Projektionen stammt das gesamte Produkt daher von ihnen. Sie entwarfen und bauten Set und Figuren, sie bedienten die Technik, sie fanden für alle im Verlauf der Produktion auftauchenden Probleme kreative Lösungen.

Jede Bewegung der Figuren ist sorgfältig auf die Musik abgestimmt; beispielsweise unterstreicht die Animation kompositorische Mittel, indem sie musikalische Themen, Höhe- und Wendepunkte aufnimmt und in Bilder übersetzt. Die Figuren sind bewusst silhouettenhaft gehalten, um ihre Allgemeingültigkeit zu betonen. Derart bildet die Animation eine zweite Abstraktionsebene neben der Bühnenhandlung, auf die die Darsteller während des Stücks immer wieder reagieren und mit der sie interagieren. Die Projektionen sind also nicht nur Dekoration, sondern vielmehr ein zentraler Teil der Handlung. Darüber hinaus sind sie aber natürlich auch ein Teil des Bühnenbildes – etwa wenn eine Flughafentafel in den Bühnenraum hängt – und auch als solches erfüllen sie eine wichtige Funktion: sie erzeugen nämlich eindrucksvolle Stimmungen, wie sie insbesondere bei den Szenen in Afrika oder unter Wasser deutlich werden.

5961 einzelne Bilder, 24 Minuten Film, 2 Stunden „tierische Revue“ – das macht 1000 x Dankeschön an die Stipendiatinnen und Stipendiaten der Roland Berger Stiftung! Manchmal sagen Zahlen mehr als Worte.

Credits:

Libretto: Manfred Weiß
Musik: Johannes Wulff-Woesten
Regie: Therese Schmidt
Choreographie: Katrin Wolfram
Bühne: Konstanze Grotkopp
Animationsregie: Matthias Daenschel
Darsteller und Animation: StipendiatInnen der Roland Berger Stiftung
Videomitschnitt der Aufführung: medien player gmbh, Berlin

Pressestimmen:

Ein gelungenes Projekt für junge Menschen und eigentlich zu schade, um es nach zwei Aufführungen zu den Akten zu legen.
Sächsische Zeitung, 10.7.2012

Gut ein Jahr lang wurden etwa 150 Kinder und Jugendliche aus Hessen, Thüringen und Sachsen gesucht und gefördert, um diese "tierische Revue" zu erarbeiten. Die Mitwirkenden stammen sämtlich aus sozial benachteiligten Familien, verfügen aber über herausragende musische Begabungen, die derartige Hilfe unbedingt verdienen. Das haben sie in dem gut zweistündigen Stück allesamt unter Beweis gestellt, dafür wurden sie mit stehenden Ovationen gefeiert. Auch wenn gewiss viele Freunde und Familienangehörige im Publikum waren - so viel einhelliger Jubel ist selten im Semperbau. (...) Mit spürbarer Freude und enormem Können wird da im Bühnenbild von Konstanze Grotkopp agiert, das mit tollen Videos auch mal unter Wasser taucht.
Dresdner Neueste Nachrichten (Germany), 09.07.2012

Making Off Die Konfernz der Tiere

Making Off Die Konfernz der Tiere

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